Kongress 2026 Magdeburg
2017 beschloss die Landeshauptstadt Magdeburg
nach über zwanzig Jahren Leerstand die Sanierung
und den Umbau des seit 1998 unter Denkmalschutz
stehenden Gebäudes. Im Sommer 2024 wurde die
Hyparschale feierlich wiedereröffnet.
Durch die Sanierung der Betonschalen mit
Carbonbeton konnte die Tragfähigkeit des Daches
nicht nur wiederhergestellt werden, sie wurde sogar
erhöht. Aufgebracht in einem speziell für die
Hyparschale Magdeburg entwickelten Verfahren,
verstärkt der flexible Verbundwerkstoff das zuvor durch
Korrosion gefährdete Schalendach an der Innen- und
Außenfläche
Ulrich Müther
Der Bauingenieur Ulrich Müther (1934–2007) prägte
den Begriff „Hyparschale“, der eine
Schalendachkonstruktion aus hyperbolischen
Paraboloiden bezeichnet. Müther, der Architekt,
Ingenieur und Bauunternehmer in einer Person war,
zählt zu den prägenden Persönlichkeiten der
ostdeutschen Nachkriegsarchitektur. In den 1960er-
Jahren spezialisierte er sich wie niemand sonst in der
DDR auf die Konstruktion und Ausführung von
Betonschalen. In der DDR und im Ausland realisierte
Müther, meist in Zusammenarbeit mit Architekt:innen,
mehr als siebzig markante Schalenbauten.
Quelle: www.gmp.de/hyparschale
Die Hyparschale
Die Hyparschale am östlichen Elbufer konstruierte der
Bauingenieur Ulrich Müther aus vier hyperbolischen
Paraboloiden. Die regelmäßig doppelt gekrümmten
Dachflächen überspannen zusammen eine Fläche von
48 x 48 Metern und ermöglichen eine komplett
stützenfreie Halle. Die Mehrzweckhalle diente bis zur
Nachwendezeit für Ausstellungen und Messen,
Sportveranstaltungen und auch als Übertragungsort
von Fernsehsendungen.